Häuser der Hoffnung

Beitrag von Gunthart Weber (ehemaliger Vorsitzender):

Auf unserer Januarrundreise 2015 durch Mali nahmen wir auch an der Einweihung der neuen Grundschule in dem Dorf Youré teil, deren Bau von Moving Child gespendet wurde. Anna Schulz-Dornburg und Gertraud Leimstättner konnten leider nicht bei der Einweihung anwesend sein. Es war ein wunderbares Fest, das mit der Begrüßung von SchülerInnen mit malischen und deutschen Fähnchen vor der Grundschule begann. Mit Honoratioren des Dorfes wurde dann die Schule besichtigt. Immer mehr Dorfbewohner kamen zur Schule und sie begleiteten uns zum nahen Dorfplatz.

Das ganze Dorf hatte sich versammelt. Der Subpräfekt (so etwas wie ein Landrat) war anwesend sowie der Leiter der Schulbehörde, der Bürgermeister, der Dorfälteste und der animistische Dorfführer. Fünf Männer bliesen auf Kuhhörnern, Trommelrhythmen begleiteten die Feier, Männer tanzten puppentheaterähnliche Aufführungen, eine Kuhatrappe ließ sich vor uns nieder und Gunthard Weber bekam ein besonderes Bambara-Gewand angezogen. Der bunte Kreis aus den Dorfbewohnern war besonders eindrucksvoll.

 

Hier können Sie sich ein Video von Arte ansehen: Aminata lebt in Kati, einer Stadt in Mali, eine gute Autostunde von Bamako, der Hauptstadt entfernt. Sie war aber noch nie dort. Aminatas größter Traum ist es, eines Tages wie ihre Brüder in die Schule gehen zu können. Aber ihr Vater hat dafür nicht genug Geld. Die NGO “Häuser der Hoffnung” kümmert sich inzwischen um Aminata, damit ihr größter Traum – in die Schule zu gehen – in Erfüllung geht.

 

Brief der malischen Mädchen:

Chère madame Schulz-Dornburg,

C’est avec un réel plaisir que nous vous adressons cette lettre pour vous remerciez de tout ce que vous faites et continuez à faire pour nous: le financement du Djenbé, du yoga, du chant et de la danse. Le Djenbé fait partie de notre culture. Vous nous montrez par cette geste combien de fois vous êtes généreuse. Nous vous disons merci et nous vous serons toujours reconnaissante. Nous serons encore plus heureuse si vous continuez à financier ces choses pour nous.

Le Djenbé, le chant, la danse et le yoga ne sont pas seulement des jeux, mais aussi ce sont les entraînements physiques qui ouvrent l’esprit. Nous serons aussi heureuse si vous veniez faire un tour à Jigiya Bon.

De la part de toutes les filles du centre Jigiya Bon: Merci pour tout!

 

Liebe Frau Schulz-Dornburg,

Es ist uns eine große Freude, Ihnen diesen Brief zu schreiben, um uns für alles, was Sie für uns getan haben und auch weiterhin für uns tun, zu bedanken: Die Finanzierung vom Trommeln, vom Yoga, vom Gesang und vom Tanz. Das Trommeln ist ein Teil unserer Kultur. Sie zeigen uns mit dieser Geste die Vielfalt Ihrer Generosität. Wir bedanken uns bei Ihnen und werden Ihnen das nie vergessen. Wir wären noch glücklicher, wenn Sie auch weiterhin diese Aktivitäten für uns finanzierten. Das Trommeln, der Gesang, der Tanz und Yoga sind nicht nur Spiele, sondern auch physisches Training, welches den Geist öffnet. Wir wären auch sehr glücklich, wenn Sie eines Tages Jigiya Bon besuchen würden.

Von allen Mädchen aus dem Zentrum Jigiya Bon: Danke für alles!!

 

“Man könnte vielleicht noch anmerken, dass das Trommeln zwar zu der afrikanischen Kultur gehört, aber nicht unbedingt für Frauen. Diese Chance, auch das kennenzulernen bekommen die Mädchen hier im Centre. Ich finde das haben sie gut gemacht mit dem Brief!” Das fügte die augenblickliche Praktikantin hinzu.

 

 

www.haeuser-der-hoffnung.org

 

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