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Moving Child gGmbH
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September 2020 – Das erdbebensichere Annapurna Kinderheim (Nepal)
Das selbst-versorgende Annapurna Kinderheim in Pokhara (Nepal) ist das momentane Hauptprojekt des Vereins. Das Annapurna Öko-Dorf Projekt ist ein gemeinschaftliches Konzept des Hand with Hands zusammen mit dem Öko-Architekturbüro „Abari“. Das geplante Kinderheim ist ein ganz besonderes: es ist an die örtlichen Bedingungen angepasst, denn jährlich gibt es in dieser Region mehrere Erdbeben, die Stärken von 4,2 – 5,2 auf der Richterskala zählen. Es ist daher wichtig nachhaltig und vor allem erdbebensicher zu bauen. Das Kinderheim ist auf etwa 1050 m Höhe gelegen, scheint aber durch die Terrassenstruktur des Landes idyllisch auf dem Berg zu liegen.
Nach mehreren Jahren der Vorbereitung, haben die Bauarbeiten nun in diesem Jahr begonnen. Tatsächlich sind trotz des Corona-bedingten Lockdown des Landes alle vier Fundamente rechtzeitig vor dem Einsetzen des Monsuns fertig geworden! Das Bauprojekt wird auch eine Vorbildfunktion einnehmen, was umweltfreundliches, nachhaltiges Bauen in einer Erdbebenregion betrifft. Die Baumaterialien sind zum Großteil aus lokalen Quellen. Behandelter, witterungs- und insektenbeständiger Bambus wird als Hauptverkleidungsmittel eingesetzt und wird auch für die Möbel benutzt werden. Ziegelsteine aus getrocknetem und gepresstem Schlamm sind leicht, einfach zu verarbeiten und robust; ein gutes Baumaterial für die Erdbeben geplagte Region. Andere Baumaterialien, die importiert werden mussten, wie Zement und Eisen, wurden hauptsächlich für das Fundament benötigt. Auch hier hatte Hands with Hands Glück: Die gelieferten Materialien sind schon jetzt großteilig verbaut und müssen nicht zu den stark erhöhten Preisen gekauft werden, die sicherlich nach dem Lockdown anstehen werden. Auch die Straße, die zum Kinderheim führt, wird ausgebaut, sodass der Schulbus in Zukunft direkt bis zum Heim fahren kann.
Die Bauarbeiten werden etwa drei Jahre dauern. Während dieser Zeit sind die momentan 39 Kinder noch in einer Übergangsunterkunft in 20 Minuten Gehweite vom neuen Gelände untergebracht. Nach der Fertigstellung der Gebäude wird das Annapurna Kinderheim eine Kapazität für 55 Kinder haben; mit einem Extrabereich für Säuglinge und Kleinkinder, denn in den vergangenen Jahren wurden bereits acht Säuglinge aufgenommen und im Kinderheim großgezogen.
Auf der Ackerfläche, die zu dem Gelände gehört, bauen die Mitarbeiter*innen auch jetzt schon Gemüse und Getreide an und decken damit 80-90% des Eigenbedarfs. Gerade während des Lockdowns des Landes war die Eigenversorgung besonders wichtig und es konnten sogar Lebensmittel mit den besonders Armen aus den angrenzenden Dörfern geteilt werden. Auch die Bauarbeiter*innen, die das Grundstück während des Lockdowns nicht verlassen durften, konnten so gut versorgt werden. Während der schwierigen Zeit in den letzten Monaten sind auch die Kinder in die Erntearbeit mit einbezogen worden. Es gab ihnen Gelegenheit sich trotz des Lockdowns zu bewegen und erlaubte ihnen das Erlernen wichtiger Fähigkeiten, die ihnen auch später im Leben nützlich sein werden. Obwohl es natürlich Schwierigkeiten zu überwinden gab, ist auch die Schularbeit trotz der Pandemie in den letzten Monaten nicht zu kurz gekommen. Nachhilfelehrer*innen und Tutor*innen kamen aus dem nächsten Dorf und die Kinder halfen sich gegenseitig. Besonders die älteren Kinder haben die jüngeren beim Lernen und Hausaufgaben machen unterstützt.
Dieses Jahr sind wieder einige der Kinder erwachsen geworden und haben Berufe ergriffen. Eine Ehemalige ist zum Militär gegangen, ein Beruf, der großes Ansehen in der Bevölkerung genießt. Ein anderer hat eine Ausbildung in einer Bäckerei angefangen und ein weiterer ist für die Buchhaltung einer Bank angestellt worden.
All dies wäre nicht möglich ohne Sharada. Sie ist die Leiterin des Kinderheims und die gute Seele des Projekts. Sie arbeitet mit den zum Teil schwer traumatisierten Kindern, stärkt den Teamgeist und weckt Motivation, wo lange keine mehr war. Viele der Kinder haben in der Vergangenheit traumatische Erfahrungen gemacht, wurden misshandelt. Sharada schafft es den Kindern ein Gefühl der Zusammengehörigkeit zu geben, eine neue Familie zu schaffen. Es werden jährliche „Bruder-Schwester“ Feste organisiert und gegenseitige Betreuung und Verantwortung füreinander von den Kindern gefordert. Den Kindern wird gezeigt, dass sie einen Platz in dieser Welt haben, ein Zuhause und dass sie geliebt werden. Ein unvergleichlicher Schatz.
Im Juli sitzen wir von Moving Child bei Kira Kay, einer der Gründerinnen von Hands with Hands, im Wohnzimmer und genießen ihre ruhige, herzliche Ausstrahlung. Für Kira ist die Arbeit mit den Kindern in Nepal eine Berufung und das spürt man auch. Irgendwann fällt der Begriff „Moving Hands“, ein Versprecher, der ins Schwarze trifft. Wir fühlen uns verbunden und freuen uns über die synergetische Beziehung, die wir schon seit Jahren mit Kira führen. Ihre tiefe Verbundenheit mit dem Land und seinen Menschen ist praktisch greifbar. Nachdem Kira ihren Bericht beendet hat, sind wir ergriffen, bewegt. Wir sind froh, dass wir mit Moving Child zum Fortgang und der Entwicklung eines solchen Projekts beitragen können. Vor allem aber sind wir froh, dass wir Menschen kennen, die ihre Energie, ihre Arbeit, ihr Leben in solchem Maße für das Wohlergehen anderer einsetzen und diese Welt zu einem besseren Ort machen.
August 2020 – Campus di Monaco: Lernen in Zeiten von und nach Corona ermöglichen
„Bildung ist der Schlüssel in die Zukunft. Durch die Corona -Maßnahmen und die Schulschließungen fallen benachteiligte Kinder und Jugendliche in ihren Bildungschancen momentan wieder weit zurück. Ganze Generationen von Schüler*innen werden abgehängt!“ Antonia Veramendi, Schulleiterin
Die Campus di Monaco internationale Montessorischule ist eine inklusive und ganztägige Mittelschule, die im September 2019 in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs eröffnet wurde. Hier lernen Kinder und Jugendliche mit Deutsch als Muttersprache und Deutsch als Zweitsprache gemeinsam und voneinander. Die Schule integriert ein Konzept der kulturellen Bildung auf allen Ebenen des Schulalltags: Musik, Kunst, Theater und Tanz fördern Schlüsselkompetenzen wie Kreativität, Selbsttätigkeit, Entdeckungsfreude und Innovationsgeist.
Mehr als die Hälfte der Schüler*innen im Alter von 10 –20 hat eine Benachteiligung in Form von Flucht- oder Migrationserfahrungen, gesundheitlichen Einschränkungen und einen hohen psychosozialen Unterstützungsbedarf. Campus di Monaco Angebote wie Nachhilfe in Kleingruppen und kreative Angebote wie Holz- und Kunstwerkstatt dienen als kreativer Ausgleich, Therapieeinstieg und Hilfe zur Selbsthilfe zugleich. Sie helfen, Traumata und Belastungen durch Flucht, Krieg und Trennung zu überwinden.
Durch die seit Mitte März angeordneten Corona-bedingten Schulschließungen litten die ohnehin schon benachteiligten Schüler*innen besonders. Es fehlte an Unterstützung und Stabilität, die Jugendlichen waren isoliert, litten unter dem Lärm in den Sammelunterkünften und den fehlenden Rückzugsmöglichkeiten. Die Betreuer der Sozialdienste wurden wegen der Ansteckungsgefahr abgezogen und Schutzmasken fehlten. Sicherheit und Wohl der Jugendlichen, waren ebenso wie ihre Entwicklungschancen in vielfacher Hinsicht gefährdet.
Das Team des Campus di Monaco hat in den letzten Monaten Bemerkenswertes geleistet: Die Lehrkräfte hielten den Kontakt mit den Schüler*innen; ließen sich auf dem Handy von Bekannten weiterreichen, schickten Aufgaben per Post oder besuchten die Jugendlichen in der Unterkunft. Die Verhältnisse, die sie vorfanden, waren erschütternd: Die Zimmer wareb mit bis zu sechs Personen belegt, Kochmöglichkeit und Sanitärräume waren nur etagenweise vorhanden, Rückzugsmöglichkeiten und ruhige Lernorte ohne kleinere Geschwister/Mitbewohner fehlten. Teilweise haben ganze Familien die Tagesstruktur verloren. Die Jugendlichen wurden mit ihren Ängsten allein gelassen, für viele waren die Lehrkräfte die einzig verbliebenen Kontaktpersonen.
Doch auch an anderer Stelle hatten die Corona Schutzmaßnahmen dramatische Folgen: Eingeplante Gelder sind ausgeblieben. Die Infoabende zur Gewinnung neuer Schüler*innen mussten abgesagt werden, damit bleiben auch die Schulgelder und Elterndarlehen aus. Im Hinblick auf die unsichere Situation an den Finanzmärkten und die wirtschaftliche Entwicklung wurden auch Programme einzelner Stiftungen geschlossen. Doch auch hier hat das Campus di Monaco Team Kampfgeist bewiesen und große Anstrengungen unternommen. Sie haben Kurzarbeit beantragt, Verhandlungen mit dem Vermieter geführt, Online Seminare statt Elternabende organisiert, und die Intensivierung von Öffentlichkeitsarbeit über die sozialen Medien vorangetrieben.
Inzwischen sieht es wieder ein bisschen besser aus: Seit Mai waren fast alle Schüler*innen wieder im Präsenzunterricht. Maskenpflicht bestand natürlich trotzdem (außerhalb der gut gelüfteten Klassenräume) und dank fleißiger Näher*innen konnten die Schüler*innen diese auch kostenlos in der Schule bekommen. Die besten Neuigkeiten sind, dass die Abschlussklasse, trotz der schwierigen Corona-Situation, ihre Quali-Prüfungen angetreten hat. In diesem Schuljahresende-Bericht können Sie mehr über die diesjährige Abschlussklasse und ihre beeindruckenden Leistungen erfahren.
Doch wir alle wissen nicht, ob diese Verhältnisse von Dauer sind. Es bedarf weiterhin an Hilfe: Zum Beispiel werden dringend gebrauchte Notebooks benötigt, die leihweise an die Schüler*innen vergeben werden können und ihre Teilnahme am Fernunterricht per Videokonferenz, Onlinematerialien und Austausch per E-Mail ermöglicht.
Moving Child hat neben der jährlichen Unterstützung des Campus di Monaco eine Corona-Sonderunterstützung eingerichtet, die besonders die traumapädagogische Lernwerkstatt (Kinder 10 – 15 Jahre) und die besondere Lernförderung in der Campus di Monaco Zukunftswerkstatt (Jugendliche 15 – 20 Jahre) unterstützt. Neben der psychosozialen Begleitung liegen hier die Themen Schulabschlüsse, Berufsorientierung, Bewerbung und Ausbildungsbegleitung im Fokus. Die Zukunftswerkstatt wurde vor kurzem sogar vom Kultusministerium als Berufsförderungseinrichtung anerkannt. Das heißt, dass in Vollzeitklassen ab sofort auch berufsschulpflichtige Schüler*innen auf den Mittelschulabschluss und die Mittlere Reife vorbereitet werden dürfen. Außerdem werden in der Zukunftswerkstatt ehemaligen Schüler*innen auch nach dem Schulabschluss weiter begleitet und unterstützt.
Die letzten Monate waren für uns alle schwierig, aber das Campus di Monaco Team hat während der Zeit der Schulschließung unermüdlich weitergearbeitet und mit viel persönlichem Einsatz diese Zeit gut überstanden. Wir sind beeindruckt und freuen uns sehr auf die Entwicklungen der nächsten Jahre!
Moving Child Halbjahresbericht 2020
Moving Child ist in diesem Jahr 10 Jahre alt geworden!
Als unser Herzensprojekt ist sie in den letzten Jahren gewachsen und hat sich weiterentwickelt. Wir haben neue Projekte aufgenommen und nun mehr Mittel zur Verfügung. Wir sind stolz und dankbar, dass Moving Child eine so umfangreiche und beeindruckende Liste an Förderprojekten vorweisen kann. Jedes unserer Förderprojekte hat uns mit seinem individuellen Ansatz und Konzept beeindruckt und es ist uns ein persönliches Anliegen einen engen Kontakt und Austausch mit den geförderten Projekten zu pflegen. In diesem Halbjahresbericht wollen wir einen Einblick in unsere laufenden Förderprojekte geben. Besonders unter den momentanen Umständen ist es uns ein Anliegen die aktuelle Lage in den Projekten vorzustellen. Dieser Bericht ist hier auch als pdf zu finden.
~ BILDUNG ~
Internationale Schulen in Laos und Thailand
Die beiden internationalen Schulen Kiettisack (Luang Prabang, Laos) und Kajonkiet (Phuket, Thailand) mussten natürlich auf Grund der Pandemie viele Sicherheitsvorschriften beachten und seit März waren beide Schulen geschlossen. Die Schüler*innen wurden aber zu Hause virtuell weiter unterrichtet und die Schulen haben ihr Bestes gegeben mit den Schüler*innen in Kontakt zu bleiben. Dazu muss man sagen, dass der virtuelle Unterricht und vor allem die Umstellung auf diesen absolut vorbildlich verlaufen ist. Die Lehrkräfte waren innerhalb weniger Tage auf Unterrichten am Bildschirm eingestellt und konnten Material und Hilfestellungen zur Verfügung stellen. Den Herausforderungen dieser Zeit waren die Lehrer*innen sofort und vorbildlich gewachsen und es wurde darauf geachtet, dass kein Kind zu kurz kam. Sogar die Vorschulkinder wurden mit Aufgaben versorgt, die ihnen in dieser schwierigen Zeit geholfen haben am Ball zu bleiben. Beide Schulen haben ihren Betrieb inzwischen wieder aufgenommen.
Hands with Hands e.V.
Der Verein mit Standorten in Berlin, Wien und den Niederlanden unterstützt seit Jahren soziale Bildungs-, Gesundheits- und Umweltprojekte in Nepal. Der Fokus von Hands with Hand liegt auf dem Aufbau und der Führung von selbstversorgenden Kinderheimen. Im Angesicht der Pandemie waren natürlich auch die Kinder in den Kinderheimen im Lockdown. Glücklicherweise gibt es dort gut etablierte Hygienesysteme und die Kinder (der verschiedenen Altersklassen) konnten sich untereinander helfen die Schulaufgaben trotz des Lockdowns weiterhin zu bearbeiten. Der Selbstversorgungsaspekt der Kinderheime war in den letzten Monaten von ganz besonderem Wert: Die Kinder hatten Zugang zu frischem Gemüse, Getreide und Milch. Auch die Bauarbeiten am neuen „Eco Village“ Bauprojekt wurden glücklicherweise durch die Pandemie nicht völlig lahmgelegt und mussten erst jetzt, wegen des einsetzenden Monsuns, gestoppt werden.
Campus di Monaco – Montessorischule München
Der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen ist stark von ihrem sozialen Hintergrund geprägt und die aktuelle Krise hebt bestehende Missstände weiter hervor. Das ist eine besondere Herausforderung für die Campus di Monaco Montessorischule in München, denn mehr als die Hälfte der Schüler*innen hat einen Flucht- oder Migrationshintergrund. Durch die seit Mitte März angeordneten Schulschließungen leiden sie besonders. Es fehlt Unterstützung und Stabilität, die Jugendlichen sind isoliert, sie leiden unter dem Lärm in den Sammelunterkünften und den fehlenden Rückzugsmöglichkeiten. Die Betreuer der Sozialdienste wurden wegen der Ansteckungsgefahr abgezogen, Schutzmasken fehlen. Sicherheit und Wohl der Jugendlichen, sind ebenso wie ihre Entwicklungschancen in vielfacher Hinsicht gefährdet. Das Campus di Monaco Team hat während der Schulschließung unermüdlich weitergearbeitet und mit viel persönlichem Einsatz versucht den Kontakt zu den Schüler*innen aufrecht zu erhalten und nun geht es langsam bergauf: Seit Mai waren fast alle Schüler*innen wieder im Präsenzunterricht und seit Pfingsten sind nun auch die sechste und siebte Klasse wieder in der Schule. Maskenpflicht besteht natürlich trotzdem (außerhalb der gut gelüfteten Klassenräume) und dank fleißiger Näher*innen können die Schüler*innen diese auch kostenlos in der Schule bekommen. Die besten Neuigkeiten sind, dass die Abschlussklasse, trotz der schwierigen Corona-Situation, ihre Prüfungen angetreten haben. Eine wirklich beeindruckende Leistung!
Flüchtlingshilfe in Österreich
Die syrische Familie, die in Österreich Fuß gefasst hat, ist durch die aktuelle Situation in vielfältiger Weise beeinflusst. Die älteren Söhne konnten ihre Ausbildung bzw. Lehre zum Glück auch in den letzten Monaten weiterführen, doch die jüngeren Kinder hatten Schulausfälle. Dennoch geht es der 7-köpfigen Familie verhältnismäßig gut. Sie sind gesund und helfen sich gegenseitig: Die älteren Geschwister helfen den jüngeren bei den Schulaufgaben. Inzwischen ist der Ausbildungsbetrieb wieder aufgenommen und sogar der Sprachkurs für die älteste Tochter in Malta kann stattfinden. Während die Älteste sich auf die Abschlussklasse vorbereitet kommt nun auch der jüngste Sohn nach den Sommerferien auf das Gymnasium.
~ GESUNDHEIT ~
Netzwerk Geburt und Familie e.V.
Die Nähwerkstatt und das Café Netzwerk sind soziale Betriebe zur Förderung der beruflichen Integration langzeitarbeitsloser Frauen. Während in der Nähwerkstatt für gewöhnlich witzige, schadstoffarme Spielmaterialien, Kleidung für Kinder und andere nützliche Dinge genäht werden, wurde in den letzten Monaten umgesattelt und viele farbenfrohe Masken haben den Weg in und aus der Werkstatt gefunden. Das Café Netzwerk ist ebenfalls seit Mitte Mai wieder geöffnet und es gibt dort wieder täglich frisch zubereitete Mittagessen nach Rezepten aus aller Welt. Das Bewegungsangebot für die im Netzwerk für Geburt und Familie tätigen Frauen, das Moving Child seit Jahren unterstützt, wurde nach der Corona-Pause in kleinem Maßstab wieder aufgenommen und wird hoffentlich bald wieder in vollem Umfang stattfinden können.
Care for Rare – Kinderspezialist*innen
Wenn kranke Kinder die Geborgenheit ihrer Familie verlassen müssen, um in einer Klinik behandelt zu werden, wird ihre Verletzlichkeit besonders deutlich. Damit diese Kinder die bestmögliche kindgerechte und ganzheitliche Unterstützung erhalten, werden neben Ärzt*innen und Pfleger*innen auch Sozialpädagog*innen und Psycholog*innen benötigt, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Kindern im Krankenhaus eingehen. Das von Moving Child geförderte Child Life Specialist-Programm am Dr. von Haunerschen Kinderspital setzt genau dort an: Die Bedürfnisse der Kinder in dieser ungewissen Situation werden wahr- und ernst genommen. Trotz der herausfordernden Zeiten konnte das Child Life Specialist Programm im Mai 2020 starten!
Lao Friends Kinderkrankenhaus (LFHC)
Obwohl im LFHC direkt keine infizierten Patient*innen behandelt wurden, hatte die Situation der letzten Monate dramatische Auswirkung auf die Arbeit am Krankenhaus. Die Landesgrenzen wurden geschlossen und die freiwilligen, internationalen Ärzt*innen und Helfer*innen sind in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Auch Transportmöglichkeiten zwischen den Dörfern waren nur beschränkt erlaubt und oft gar nicht möglich. Dadurch hatten sich die ambulanten Fallzahlen auf etwa 50 am Tag reduziert, welche dafür meistens schon in einem sehr fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung oder sogar kritischem Zustand waren. Trotz des Lockdowns des Landes hat der Lehrbetrieb des Krankenhauses weiterhin stattgefunden. Fernlehrprogramme wurden eingerichtet, die es den laotischen Ärzt*innen und Pfleger*innen ermöglicht haben ausgesuchte Themen auch von zu Hause aus zu bearbeiten. Seit Mai ist der Lockdown nun aufgehoben, die Ärzt*innen sind zurück im Krankenhaus und die Fallzahlen normalisieren sich langsam.
~ KREATIVFÖRDERUNG ~
mitSprache e.V.
Nachdem das diesjährige Theaterprojekt des mitSprache Vereins schon mitten in den Vorbereitungen steckte, musste die Aufführung aufgrund der Pandemie leider abgesagt werden. Die Planung für das nächste Projekt in 2021 ist aber schon in vollem Gange! Am 13. und 14. Mai 2021 wird die zehnte Tanztheater-Ausgabe aufgeführt. Dieses Mal in Kooperation mit einem anderen unserer Förderprojekte: Schüler*innen der Internationalen Montessorischule – Campus di Monaco, und mit dem Theater HochX in den Münchner Au bietet auch die Spielstätte perfekte Rahmenbedingungen.
In diesem Jahr haben wir noch fünf weitere Projekte in unsere Förderung aufgenommen. Den Verein Frauen Gesundheit Familien Zukunft, das Institut Trauma und Pädagogik, die MiBi Kids, die Quinoa Schule und den Wildwasser e.V. Zu diesen Projekten werden wir bald mehr Informationen auf unserer Webseite zur Verfügung stellen. Wir danken allen Projekten für die wundervolle Zusammenarbeit und allen Spender*innen für ihre Unterstützung! Wir grüßen euch alle und hoffen auf eine entspanntere zweite Hälfte 2020!
Herzlich, euer Moving Child Team
Anna, Gertraud und Ella